Skiurlaub, Hüttengaudi, Fünf-Gänge-Menü – und trotzdem nach meiner Zauberformel essen:
Ja, das geht. Und du musst dafür weder hungern noch auf Genuss verzichten.
Mindset auf der Piste: Genuss statt Kontrollverlust
Im Skiurlaub bist du den ganzen Tag in Bewegung, verbrennst je nach Intensität mehrere hundert Kilokalorien pro Stunde – das ist ein echter Vorteil für deine Energiebilanz. Wichtig ist nicht „perfekt“ zu essen, sondern bewusst: Du pflanzt deine Highlights (z.B. Kaiserschmarrn oder Hüttenkäse) und richtest die anderen Mahlzeiten nach der Zauberformel aus.
Ein pragmatischer Leitsatz für den Skiurlaub:
- Tagsüber: funktionelles Essen, welches dir Energie und wichtige Baustoffe liefert.
- Abends: genießen – aber strukturiert nach der Zauberformel.
Frühstücksbuffet im Hotel nach der Zauberformel
Das Frühstück ist deine Powerstation für den Skitag. Du nutzt das Buffet, um Protein, Gemüse/Obst und komplexe Kohlenhydrate zu laden – die guten Fette dosierst du clever.
Gute Wahl am Buffet:
- Protein: Rührei oder gekochte Eier, Naturjoghurt/Skyr, Magerquark, Hüttenkäse, magerer Schinken oder Putenbrust.
- Gemüse/Obst: Tomaten, Gurken, Paprika, etwas Obst (Bieren, Apfel, Orange) statt große Saftgläser.
- Sättigende Kohlenhydrate: Vollkornbrot oder -brötchen, Haferflocken/Müsli ohne Zuckerbomben.
- Fette in kleiner Menge: Nüsse, Saatenmischung im Müsli – etwas Käse oder Avocado wenn vorhanden.
So könnte ein Zauberformel-Frühstück aussehen:
- Rührei mit Gemüse, etwas magerer Schinken, Tomaten/Gurken.
- Naturjoghurt oder Skyr mit etwas Haferflocken und ein paar Nüssen oder Saaten.
- Vollkornbrot / -brötchen mit Hüttenkäse und/oder Geflügelaufschnitt.
- Getränke: Wasser, ungesüßter Tee, Kaffee ohne Sirup oder Zucker.
Was du eher klein hältst:
- Croissants, süße Hörnchen, Pfannkuchen mit Sirup, gezuckerte Cerealien – lieber als gelegentlichen Genuss, nicht als tägliche Basis.
Mittags auf der Hütte: Warm, lecker, aber clever!
Die klassische Hüttenkost ist deftig, fettig und oft sehr kohlenhydratlastig – Schnitzel mit Pommes, Käsespätzle, Germknödel, Kaiserschmarrn. Das ist okay als bewusst geplanter „Highlight-Moment“ – aber nicht jeden Tag plus alles Drumherum.
Zauberformel-Prinzip auf der Hütte:
- Fokus auf Protein + Gemüse/Salat.
- Kohlenhydrate bewusst wählen (Menge und Art), nicht doppelt und dreifach.
Typische bessere Hütten-Optionen:
- Salat mit Putenstreifen oder anderem mageren Fleisch.
- Gemüsesuppe, klare Suppen mit Einlage (zB Grießnockerl – Portion im Blick).
- Gegrilltes oder naturgebratenes Fleisch mit Gemüse und Kartoffeln statt paniert mit Pommes.
- Linseneintopf oder Erbsensuppe, wenn angeboten – viel Protein und Ballaststoffe.
Wenn du „typische“ Hüttengerichte liebst:
- Kaiserschmarrn oder Germknödel besser an Tagen einplanen, an denen du wirklich viel aktiv bist, und dann:
- Wasser oder Tee dazu – anstatt Limo oder Kakao mit Sahne.
Zwischendurch:
- Besser: Nüsse, Trockenfrüchte, Vollkornbrot-Snacks, Proteinriegel aus dem Rucksack.
- Weniger optimal als Dauerlösung: Schokoriegel, süße Kakaos, Glühwein in Serie.
Fünf-Gänge-Menü am Abend im Hotel? Mit der Zauberformel im Feinschmecker-Modus
Ein mehrgängiges Abendmenü könnte eine „Kalorienfalle“ sein – , ist aber nach meiner Zauberformel Genuss pur – ohne Reue!
So gehts:
- Vorspeise
- Bei Salat oder Carpaccio hast du automatisch ein gutes Protein-Gemüse-Setup.
- Suppe
- Klare Suppen, Gemüsesuppen, leichte Cremesuppen ohne „Rahm-Overload“ sind ideal.
- Besser nicht: Brot zur Suppe
- Zwischengang
- Fisch oder kleines Fleischgericht mit etwas Gemüse passt super in die Zauberformel (Protein).
- Hauptgang
- Nudeln, Reis, Pommes, Kroketten etc. einfach abbestellen oder die Menge deutlich reduzieren.
- Stattdessen: Mehr Gemüse, Salat oder zusätzliche Portion der Eiweißkomponente (Fisch/Fleisch).
- Saucen eher reduziert portionieren.
- Dessert / Käse
- Diese Strategie ist perfekt: Wähle lieber Käse als süße Desserts, wenn du bei der Zauberformel bleiben willst.
- Wenn Dessert: bewusst genießen, kleine Portion, langsam essen – und es als Highlight sehen, nicht als „Pflichtgang“.
Getränke am Abend:
- Wasser als Basis, vielleicht ein Glas Wein oder Prosecco bewusst genießen.
- Cocktails, süße Aperitifs und Liköre eher selten und gezielt wählen.
- Ein Pfefferminztee zum Abschluss hilft deiner Verdauung gut zu arbeiten.
Meine Zauberformel im Skiurlaub – auf den Punkt:
Mit ein paar klaren Regeln kannst du deinen Skiurlaub voll genießen und trotzdem im Rahmen deiner Ziele bleiben.
Praktische Kurzform:
- Frühstück: Protein + Gemüse/Obst + etwas Vollkorn, Süßes klein halten.
- Mittag Hütte: Salat mit Protein, Suppe, klarer Eintopf, Fleisch/Fisch mit Gemüse statt frittierte Bomben.
- Abendmenü: Beilagen wie Nudeln, Kartoffeln, Reis reduzieren oder abbestellen, Gemüse- und Proteinanteil erhöht, Dessert bewusst wählen (oder Käse).
- Getränke: Viel Wasser und Tee, Alkohol dosiert und nicht in jedem Gang etwas Süßes im Glas.
So bleiben deine Skitage energiegeladen, die Hütteneinkehr genussvoll – und meine Zauberformel begleitet dich wie ein unsichtbarer Coach durch den Winterurlaub.