Skiurlaub ohne Gewichtszunahme – Die Zauberformel auf der Piste. - Kirsten Reska

Skiurlaub, Hüttengaudi, Fünf-Gänge-Menü – und trotzdem nach meiner Zauberformel essen:

Ja, das geht. Und du musst dafür weder hungern noch auf Genuss verzichten.

Mindset auf der Piste: Genuss statt Kontrollverlust

Im Skiurlaub bist du den ganzen Tag in Bewegung, verbrennst je nach Intensität mehrere hundert Kilokalorien pro Stunde – das ist ein echter Vorteil für deine Energiebilanz. Wichtig ist nicht „perfekt“ zu essen, sondern bewusst: Du pflanzt deine Highlights (z.B. Kaiserschmarrn oder Hüttenkäse) und richtest die anderen Mahlzeiten nach der Zauberformel aus.

Ein pragmatischer Leitsatz für den Skiurlaub:

  • Tagsüber: funktionelles Essen, welches dir Energie und wichtige Baustoffe liefert.
  • Abends: genießen – aber strukturiert nach der Zauberformel.

Frühstücksbuffet im Hotel nach der Zauberformel

Das Frühstück ist deine Powerstation für den Skitag. Du nutzt das Buffet, um Protein, Gemüse/Obst und komplexe Kohlenhydrate zu laden – die guten Fette dosierst du clever.

Gute Wahl am Buffet:

  • Protein: Rührei oder gekochte Eier, Naturjoghurt/Skyr, Magerquark, Hüttenkäse, magerer Schinken oder Putenbrust.
  • Gemüse/Obst: Tomaten, Gurken, Paprika, etwas Obst (Bieren, Apfel, Orange) statt große Saftgläser.
  • Sättigende Kohlenhydrate: Vollkornbrot oder -brötchen, Haferflocken/Müsli ohne Zuckerbomben.
  • Fette in kleiner Menge: Nüsse, Saatenmischung im Müsli – etwas Käse oder Avocado wenn vorhanden.

So könnte ein Zauberformel-Frühstück aussehen:

  • Rührei mit Gemüse, etwas magerer Schinken, Tomaten/Gurken.
  • Naturjoghurt oder Skyr mit etwas Haferflocken und ein paar Nüssen oder Saaten.
  • Vollkornbrot / -brötchen mit Hüttenkäse und/oder Geflügelaufschnitt.
  • Getränke: Wasser, ungesüßter Tee, Kaffee ohne Sirup oder Zucker.

Was du eher klein hältst:

  • Croissants, süße Hörnchen, Pfannkuchen mit Sirup, gezuckerte Cerealien – lieber als gelegentlichen Genuss, nicht als tägliche Basis.

Mittags auf der Hütte: Warm, lecker, aber clever!

Die klassische Hüttenkost ist deftig, fettig und oft sehr kohlenhydratlastig – Schnitzel mit Pommes, Käsespätzle, Germknödel, Kaiserschmarrn. Das ist okay als bewusst geplanter „Highlight-Moment“ – aber nicht jeden Tag plus alles Drumherum.

Zauberformel-Prinzip auf der Hütte:

  • Fokus auf Protein + Gemüse/Salat.
  • Kohlenhydrate bewusst wählen (Menge und Art), nicht doppelt und dreifach.

Typische bessere Hütten-Optionen:

  • Salat mit Putenstreifen oder anderem mageren Fleisch.
  • Gemüsesuppe, klare Suppen mit Einlage (zB Grießnockerl – Portion im Blick).
  • Gegrilltes oder naturgebratenes Fleisch mit Gemüse und Kartoffeln statt paniert mit Pommes.
  • Linseneintopf oder Erbsensuppe, wenn angeboten – viel Protein und Ballaststoffe.

Wenn du „typische“ Hüttengerichte liebst:

  • Kaiserschmarrn oder Germknödel besser an Tagen einplanen, an denen du wirklich viel aktiv bist, und dann:
    • Wasser oder Tee dazu – anstatt Limo oder Kakao mit Sahne.

Zwischendurch:

  • Besser: Nüsse, Trockenfrüchte, Vollkornbrot-Snacks, Proteinriegel aus dem Rucksack.
  • Weniger optimal als Dauerlösung: Schokoriegel, süße Kakaos, Glühwein in Serie.

Fünf-Gänge-Menü am Abend im Hotel? Mit der Zauberformel im Feinschmecker-Modus

Ein mehrgängiges Abendmenü könnte eine „Kalorienfalle“ sein – , ist aber nach meiner Zauberformel Genuss pur – ohne Reue!

So gehts:

  1. Vorspeise
    • Bei Salat oder Carpaccio hast du automatisch ein gutes Protein-Gemüse-Setup.
  2. Suppe
    • Klare Suppen, Gemüsesuppen, leichte Cremesuppen ohne „Rahm-Overload“ sind ideal.
    • Besser nicht: Brot zur Suppe
  3. Zwischengang
    • Fisch oder kleines Fleischgericht mit etwas Gemüse passt super in die Zauberformel (Protein).
  4. Hauptgang
    • Nudeln, Reis, Pommes, Kroketten etc. einfach abbestellen oder die Menge deutlich reduzieren.
    • Stattdessen: Mehr Gemüse, Salat oder zusätzliche Portion der Eiweißkomponente (Fisch/Fleisch).
    • Saucen eher reduziert portionieren.
  5. Dessert / Käse
    • Diese Strategie ist perfekt: Wähle lieber Käse als süße Desserts, wenn du bei der Zauberformel bleiben willst.
    • Wenn Dessert: bewusst genießen, kleine Portion, langsam essen – und es als Highlight sehen, nicht als „Pflichtgang“.

Getränke am Abend:

  • Wasser als Basis, vielleicht ein Glas Wein oder Prosecco bewusst genießen.
  • Cocktails, süße Aperitifs und Liköre eher selten und gezielt wählen.
  • Ein Pfefferminztee zum Abschluss hilft deiner Verdauung gut zu arbeiten.

Meine Zauberformel im Skiurlaub – auf den Punkt:

Mit ein paar klaren Regeln kannst du deinen Skiurlaub voll genießen und trotzdem im Rahmen deiner Ziele bleiben.

Praktische Kurzform:

  • Frühstück: Protein + Gemüse/Obst + etwas Vollkorn, Süßes klein halten.
  • Mittag Hütte: Salat mit Protein, Suppe, klarer Eintopf, Fleisch/Fisch mit Gemüse statt frittierte Bomben.
  • Abendmenü: Beilagen wie Nudeln, Kartoffeln, Reis reduzieren oder abbestellen, Gemüse- und Proteinanteil erhöht, Dessert bewusst wählen (oder Käse).
  • Getränke: Viel Wasser und Tee, Alkohol dosiert und nicht in jedem Gang etwas Süßes im Glas.

So bleiben deine Skitage energiegeladen, die Hütteneinkehr genussvoll – und meine Zauberformel begleitet dich wie ein unsichtbarer Coach durch den Winterurlaub.